Dezember 16, 2016

Weihnachtsmehl (Verpackung)

Noch mehr Milch und Sahne

Abendstimmung

Adventsgärtlein

 

Vorweihnachtszeit.

Nun sind fast Weihnachtsferien, noch einen Tag mit den Schülern (Montag) und einen mit Kollegen (Dienstag) und dann die Seele baumeln lassen (allerdings geht es schon am 2. Januar wieder los). Die Vorweihnachtszeit wird in Norwegen schon etwas spezieller begangen als in Deutschland, selbst wenn wir hier im „Süden“ keinen Schnee haben und es zur Zeit auch nicht so aussieht, als ob sich das bis zum 24. Dezember ändern wird. Ich war schon sehr froh, dass die ersten Weihnachtssachen in den Supermärkten erst im November auftauchten und nicht schon im Spätsommer, so wie in Deutschland. Allerdings geht es dann so richtig los. Weihnachtslimo (schmeckt wie aufgelöste Gummibärchen, aber Anna mag es...), Weihnachtsbier (etwas dunkler als ein Pils), Weihnachtskäse, Weihnachtswürstchen, alle Milchprodukte und alle Dinge die man zum Backen braucht haben weihnachtliche Motive und wohin man auch sieht, überall sieht man Julenissen, wie die Gestalten, die die Geschenken bringen, hier heißen. Ab dem 1. Advent sind dann auch die Häuser festlich geschmückt, aber nicht so aufdringlich wie anderorts. Man muss eben Licht in die Dunkelheit bringen und das wird zelebriert. So haben wir in der Schule auch das Lucia-Fest gefeiert, bei dem die Kinder der 3.Klasse mit Kerzen durch die Klassen ziehen und das Licht in die Dunkelheit bringen. Auch das Adventsgärtlein haben wir mit der ganzen Schule gehabt (für die Waldorfexperten unter Euch). Die Lehrer haben ihren „Julebord“ (Weihnachtstisch), also die Weihnachtsfeier, begangen und es war sehr fröhlich, vielleicht auch feuchtfröhlich...
Ich weiß ja, dass jeder denkt, dass es in Norwegen dunkel und kalt ist, aber irgendwie ist das alles doch anders, als ich es erwartet habe. Wenn ich so gegen 7:30 Uhr in die Schule fahre und es nicht gerade bewölkt ist, dann fahre ich dem Sonnenaufgang entgegen und der Himmel über dem Meer ist in die verschiedensten Rot- und Orangetöne getaucht. Selbst wenn die Sonne erst nach 9 Uhr über dem Horizont zu sehen ist, so gibt es eineinhalb Stunden eine unglaubliche Morgenstimmung. Wenn ich dann mit den Schülern gegen 12:30 Uhr auf dem Schulhof stehe, dann werfen wir alle einen unglaublich langen Schatten. In Deutschland würde ich denken, dass es später Nachmittag wäre. Die Sonne schafft es gerade so über die Häuserdächer und taucht die Natur in ein goldenes Licht. Beim Autofahren wird man durch die tiefstehende Sonne auch Mittags unangenehm geblendet. Um 15:40 verschwindet die Sonne dann schon wieder hinter dem Horizont, aber die Dämmerung hält sich jetzt, 5 Tage vor der Wintersonnenwende, noch bis 16:45 Uhr, so dass man jedenfalls noch erkennen kann wo man lang läuft, wenn man um diese Zeit mit dem Hund unterwegs ist. Die schmalen, holprigen, wurzelüberwachsenen und feuchten Waldwege, sollte man aber bis 16:30 Uhr verlassen haben! Jedenfalls finde ich den Unterschied zu Marburg nicht so groß, mal abgesehen vom Höchststand der Sonne. Trotzdem freue ich mich darauf, wenn die Tage wieder länger werden und ich nicht sofort mit dem Hund laufen muss, wenn ich aus der Schule komme.
Ansonsten lassen wir es uns gut gehen, genießen die Zeit und freuen uns auf den Besuch, den wir über Weihnachten erwarten. Natürlich stehen dann Besichtigungen im neuen zu Hause an, was das Warten auf den Umzug aber auch nicht wirklich einfacher macht.
Wir wünschen Euch einen schönen 4 Advent und werden wohl rechtzeitig zum Weihnachtsfest noch einmal etwas von uns hören lassen.

 
Liebe Grüße

 

Tim & Anna

4 Comments on “

  1. Wir wünschen Euch wunderschöne Weihnachtstage! Und: nur noch drei Tage, dann beginnt die Sonne schon wieder emporzusteigen :-).
    Jochen und Kirsten.

  2. Alles Liebe und beste Wünsche zum Gelingen eines fröhlich-besinnlichen Weihnachtsfestes! Kommt gut ins Neue Jahr, bleibt gesund und schreibt bitte weiterhin so wunderbar stimmungsvolle Berichte. 1000 Dank, Beate
    Liebe Anna, ich drücke dich ganz fest. Immer wieder neu vermisse ich dein Lachen und den Cappucino in einer besonders großen Tasse.
    Grüße Beate

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