September 1, 2019

Anna heute Mittag zu Hause, 3 Tage nach der Operation...

Update zu Annas Situation.

Heute mal ohne großes Brimborium einfach ein Eintrag zur aktuellen Lage:
Nachdem wir dann endlich den Bescheid aus Oslo bekommen hatten, sind wir am letzten Mittwoch (28.8.2019) um 7:30 Uhr nach Oslo gestartet und waren pünktlich auf der neurochirurgischen Abteilung im Universitätskrankenhaus in Oslo. Nachdem die Aufnahme und die Voruntersuchungen abgeschlossen waren, war klar, Anna wird am Donnerstagmorgen am Kopf operiert. Der Plan war, so viel wie möglich des Tumors zu entfernen und eventuell auch gleich noch 2 kleine auffällige Stellen mit dazu. Anna müsste damit rechnen, dass die Beschwerden, die sie hatte, erst einmal stärker werden, außerdem wäre es möglich, dass sie ihr linkes Bein nicht mehr bewegen könnte, das würde sich aber mit der Zeit geben, weil die andre Gehirnhälfte diese Aufgabe dann mit übernähme. Ich bin am Abend dann zu Annas Onkel Lay gefahren und habe dort eine unruhige Nacht verbracht.
Am Donnerstag bin ich um 13:30 wieder im Krankenhaus gewesen, allerdings war Anna immer noch im OP. Gegen 15 Uhr bekam ich dann einen Anruf von einem Pfleger, den Anna beauftragt hatte mir Bescheid zu sagen, dass alles in Ordnung ist. Erleichterung machte sich breit. Gegen 17 Uhr wurde Anna dann auf die Intensivabteilung der Station verlegt und ich durfte zu ihr. Außer einem dünnen Pflaster, dass die Schädeldecke kurz oberhalb des Haaransatzes bedeckte, war nichts zu sehen. Anna war schlapp, aber ansprechbar und orientiert. Später kam dann der Arzt und berichtete, dass die Operation etwas schwieriger gewesen war als erwartet, da sich ein Blutgefäß mitten durch das zu entfernende Gewebe zog, das die Operateure nicht verletzen wollten, um keine weiteren Ausfälle zu riskieren. Dadurch hätte die Operation auch länger gedauert als erwartet. Sie hätten aber alles entfernt, was sie sich vorgenommen hätten und wären mit dem Ergebnis zufrieden. Nun müsste man das MRT abwarten, welches am Freitag gemacht würde, damit man genaueres sähe. Am Freitagmorgen war ich dann wieder in der Klinik. Anna ging es ganz gut und ich habe sie mit Frühstück versorgt. Am Mittag wurde sie dann zum MRT gebracht und anschließend auf die normale Station verlegt. Kurze Zeit später kam einer der Operateure und sagte, dass alles in Ordnung sei. Keinerlei Blutungen und lediglich 2 kleine Stellen seien auf dem MRT noch zu erkennen. Er berichtete, dass das Gewebe, das er entfernt hätte, allerdings nicht unbedingt ausgesehen hätte wie eine Krebsmetastase. Die Ränder des Tumors seien zu glatt gewesen, so dass sie großzügig noch etwas mehr entfernt hätten, um auch alles zu erwischen. Sie glaubten, dass Anna das vertragen könnte und dadurch keine Ausfälle provoziert würden. Es könnte sich um einen Strahlentumor handeln, aber eigentlich, so sagte er ehrlicherweise, hätte er keine Ahnung was das genau sein könnte. Man müsste nun die Ergebnisse der Untersuchungen abwarten und dann könnte man die weitere Behandlung besprechen, die von erneuter Operation über Bestrahlung bis zur Chemotherapie reicht. Da Anna aber in so guter Verfassung wäre, könnte sie nun aufstehen und würde am Samstag mit dem Krankenwagen nach Kristiansand transportiert. So bin ich dann am Freitagabend zurück nach Hause gefahren. Am Samstagmittag wurde Anna dann (zusammen mit einem anderen Patienten) mit dem Krankenwagen zurück nach Kristiansand gebracht und dort auf der neurologischen Abteilung aufgenommen. Die Ärzte dort kennen sie schon und Anna war dort sicher aufgehoben. Heute (Sonntag – 3 Tage nach der OP), habe ich Anna dann um 10:30 Uhr nach Hause geholt. Sie könnte gerne gehen und jederzeit zurückkommen, wenn sie sich im Krankenhaus wohler fühlen würde. Morgen früh würde der Arzt dann anrufen und fragen, ob alles in Ordnung sei und sie dann telefonisch aus dem Krankenhaus entlassen. Wir müssten aber damit rechnen, dass es bis zu 2 Wochen dauern könnte, bis die Ergebnisse da wären, da die Bestimmung des Tumors anscheinend nicht ganz einfach wäre. Jedenfalls melden sie sich mit den weiteren Behandlungsschritten, wenn sie mehr wissen.
So sitzt Anna nun zufrieden und glücklich strickend auf dem Sofa und freut sich, so schnell nach Hause zu dürfen. Sie ist noch schlapp und Gunvors und meine Aufgabe die nächsten Tage wird wohl sein, sie eher zu bremsen, damit sie nicht morgen schon wieder im Garten arbeitet.
Wir melden uns, sobald es etwas Neues gibt.

 

Liebe Grüße.

 

Tim & Anna

 

PS. Unsere Hühner haben es tatsächlich geschafft 2 kleine Küken auszubrüten. Hier ein kleiner Eindruck:

 

13 Comments on “

  1. Liebe Anna, schön dass du alles gut überstanden hasst.ich wünsche dir alles gute und viel Kraft das du alles gut überstehst.Wünsche euch viel Kraft .LG Helga

  2. Liebe Anna, lieber Tim,
    Danke für das Update.
    Ich denke viel an euch beide und stecke auch immer mal an Kerzchen für euch an. Alles Liebe und viel Kraft!
    Gesa

  3. Ihr Lieben, ich freue mich so sehr, diese Zeilen zu lesen und hoffe, dass alles weiter gut verläuft. Ich schicke viele positive Gedanken von Kreta. Und meinen herzlichen Glückwunsch zum . Filakia Nadine

  4. Liebe Anna, du bist wirklich eine unglaubliche Kämpferin und ich freue mich für dich, dass du die OP gut überstanden hast und wieder Zuhause bist. Alles Gute wünsche ich dir! Herzliche Grüße aus Bergen.

  5. Uff!!! Das sind ja gute Neuigkeiten. Lieben Dank für das Update, und weiterhin alles erdenklich Gute! Ein herzlicher Gruß aus dem wunderschön frühherbstlichen Marburg von Dirk

    1. Liebe Anna, lieber Tim,
      Ich wünsche Euch alles Gute, bewundere mal wieder Eure Tapferkeit und drücke ganz fest die Daumen, dass Ihr nun Ruhe habt.
      Herzliche Grüße
      Bettina

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