September 15, 2019

Freitag der 13.

Leider keine guten Nachrichten...
dass, was die Ärzte in meinem Kopf gefunden haben, ist leider ein funkelnagelneuer Hirntumor und keine Brustkrebs-Metastase, wie sonst alles bisher. Meine Ärztin war sichtlich schockiert, so etwas hatte sie in all den Jahren noch nie erlebt. Die Prognose ist sehr ernst. Ich bekomme wieder eine Chemo, dieses Mal als Tablettenform. Es geht nicht um Heilung, sondern darum Zeit zu schinden.
Es ist nicht leicht optimistisch zu bleiben, aber andrerseits - jetzt zu Verzweifeln und resignieren - dazu ist das Leben zu wertvoll!
Also versuche ich, auch wenn Schwermut, Verzweiflung, Angst und Trauer in jeder Ecke sitzen, mich wieder aufzuraffen, positiv zu denken, an Wunder glauben und Freude zu finden im Alltag. Noch sitzt der Schock im Vordergrund, aber ich bin gewiss, wenn etwas Zeit vergangen ist, schaffen wir das auch wieder. Tim und ich sind ein kriesenerprobtes Team, was, wenn es drauf an kommt, gut zusammen Stärke findet.
Meine Mutter ist noch da, zum Glück, und körperlich bin ich fast wieder so fit wie vor der OP. Hoffentlich haut mich die Chemo nicht so um, habe mir aber, für alle Fälle, einige Kilos angefuttert...

Wir melden uns bald, wenn wir die Nachricht etwas verdaut haben.

 

Anna & Tim

 

19 Comments on “

  1. Liebe Anna, lieber Tim, es erschüttert mich, nun auch noch von dieser neuen Diagnose zu hören, und es tut mir unendlich leid, dass ihr nun auch noch DIESEN Mist am Hals habt! 🙁 Ich bewundere die (äußere) Kraft und Stärke, mit der ihr dieser teuflischen Erkrankung begegnet, und wünsche euch aus tiefstem Herzen, dass ihr auch diese Prüfung bestehen mögt! Schade, dass ihr so weit weg wohnt, und man euch nicht einfach mal besuchen kann, um euch etwas persönlichen Beistand zu geben! Umso mehr fühle ich mit und für euch und hoffe inständig, dass sich auch diesmal die Dinge noch einmal zum Besseren wenden!

  2. Was soll man sagen, liebe Anna. Wir sind geschockt und traurig und besorgt. Und wünschen Dir die ungebrochene Kraft und den Mut, den wir immer bewundert haben.
    Mit fest gedrückten Daumen grüßen
    Kirsten und Jochen

  3. Seid gehalten und getröstet. Du starke Frau! Ich sende Dir Wärme und Liebe, mehr weiß ich gerade nicht zu antworten… Liebevolle Grüße aus Marburg, Christina

  4. Liebe Anna, lieber Tim! Das ist nicht fair, das darf doch nicht sein, nein, nein, nein, es ist genug. Rotz und Wasser würde ich mit euch heulen, so bleibt stumme Traurigkeit,so ganz tief in mir drinnen. Ich wünsche euch Kraft und Zuversicht. Du strahlst einen unglaublichen Lebensmut aus, liebe Anna, er berührt uns und macht uns staunen. Mit großer Zuneigung umarme ich euch beide. Beate

  5. Keine Ahnung, ob es hilft, aber in meiner erzevangelischen Erziehung galten immer zwei Trostworte: 1.: Gott lädt niemandem mehr auf, als man tragen kann. Scheinbar kannst du mit Tims Hilfe so viel (er)tragen… und 2.: Du kannst nie tiefer fallen als nur in Gottes Hand.
    Meine guten Gedanken gehen nach Norden, denn da wohnen sie ja sowieso, wenn auch sonst eher in Schweden als Norwegen. Ist ja gleich um die Ecke.

  6. Liebe Anna (&Tim),
    was für Nachrichten aus Eurem doch sonst so paradiesischen Norwegen.
    Wir sind schockiert und hoffen auf ein Wunder.
    Willie & Anna (Norwegenkurs Marburg vor x Jahren)

  7. Uff! Ihr lieben beiden, mir fehlen die Worte. Ich wünsche euch von Herzen, dass ihr da weiterhin irgendwie durchkommt. Zum Aufbauen kann ich die neun Stunden vom Waldorf 100-Fest in Berlin empfehlen, sind komplett auf YouTube. Bin grad von dort zurückgekommen, war einfach großartig, das Beste, was ich bei Waldorf in den letzten Jahrzehnten erlebt habe.
    Euch alle guten Wünsche! Dirk

  8. Gestern durfte ich wieder ein wenig in der Schulküche werkeln und dabei habe ich natürlich an dich, liebe Anna, gedacht was in letzter Zeit sehr häufig der Fall ist.
    Ich schicke dir viel Licht und Liebe

    Mit den besten Wünschen, Eberhard

  9. Liebe Anna, lieber Tim,
    ich habe erst heute den Beitrag gelesen, da die Mail dazu im Arbeitswust unterging.
    Ich bin geschockt und tieftraurig, warum muss es immer euch treffen. Ich hatte im Beitrag davor eigentlich gedacht, super alles grosszügig herausgeschnitten und jetzt geht es vorwärts und nur noch bergauf. Es tut weh, dich/euch nicht einfach mal in den Arm nehmen zu können. Ich hätte euch so gern hier auf Kreta zum Sonne und Kraft tanken. Zum Reden, Strickmuster tauschen und Muffin beim Baden im Meer zusehen. Immer wenn ich am Kouros und damit eurem alten App. vorbeifahre, muss ich an euch denken und versuche positive Strahlen zu euch in den Norden zu schicken. Und ich fahre momentan täglich daran vorbei. Ich hoffe es hilft und wünsche euch beiden viel Kraft, Mut, Durchhaltevermögen und dass ihr noch ganz ganz ganz viele gemeinsame Jahre geniessen könnt.
    Liebe Anna, bitte versuch, den Mut und die Hoffnung nicht zu verlieren.
    Eure Nadine

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