August 23, 2020

Vorher

Erste Schritte

Auf halben Weg nach oben

Kaos hinterher

Neue "Sitzgruppe"

 

Veränderung.

Nach dem tollen Wetter im Mai und Juni, war der Juli der Kälteste seit 1998. Wir haben es aber überstanden und Anfang August kam dann auch der Sommer mit angenehmen Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad zurück. Die Sommerferien sind zu Ende und ich bin wieder voll in der Schule, die den normalen Betrieb mit verstärkten Hygieneregeln wieder aufgenommen hat. Anna kämpft nach wie vor mit den Nebenwirkungen der Bestrahlung (die Wirkung und damit auch die Nebenwirkungen einer Bestrahlung bauen sich ca. 6-8 Wochen nach der eigentlichen Bestrahlung auf und werden dann weniger), sie schläft viel, ist schlapp und ihr könnt euch vorstellen, dass das nun überhaupt nicht Annas Ding ist. Ein weiteres CT ergab keine neuen Befunde und nun warten wir auf das MRT Anfang September, um zu erfahren, ob die Bestrahlung gewirkt hat. Aber Anna macht das Beste draus und versucht sich jeden Tag aufzuraffen etwas in Haus und Garten zu tun. Schließlich hat sie ja ihren Kopf durchgesetzt und endlich noch eine Babykatze bekommen. Die tobt durchs Haus und braucht viel Aufmerksamkeit und selbstverständlich muss immer mal wieder etwas aufgeräumt werden, wenn sie mal wieder einen Blumentopf vom Fensterbrett gefegt hat. Wie haben die junge Dame „Caramel“ getauft, da ja in 2 bis 3 Wochen eine weitere Mitbewohnerin bei uns einzieht. Wir haben Muffins Tochter regelmäßig besucht und freuen uns darauf, sie zu uns holen zu können. Dann haben wir neben Blåbær-Muffin noch Caramel-Cookie. Blåbær findet es allerdings nicht so toll, dass sie eine Rivalin in ihr Revier gesetzt bekommen hat. Sie faucht und flüchtet vor der Kleinen, die nun ganz klar der Chef im Hause ist. Zum Glück ist Muffin unglaublich geduldig und lässt sich durch das Gefauche der Kleinen nicht weiter stören und die zwei nähern sich immer weiter an. Ob das mit Blåbær klappt, wissen wir noch nicht, aber 2 Katzen zusammen zu bringen braucht viel Zeit und die haben wir ja. Wenn es gar nicht gehen sollte, so haben wir schon eine Notlösung gefunden, aber wir warten mal ab.
In der letzten Woche war dann auch eine Fima da, die die 80 Jahre alte und 26 Meter hohe Tuia vor unserem Haus gefällt hat. Eigentlich ein schöner Baum, der allerdings unglaublich viel Dreck machte und viel Licht verschluckte. Es war schon eine Aktion den Baum zu Fällen. Erst einmal mussten die Äste abgesägt werden und dann wurde der Stamm stückchenweise zersägt und in den Garten geworfen. Die Äste wurden geschreddert und es sah aus, wie auf einem Schlachtfeld, als die beiden Baumfäller nach einem harten Arbeitstag wieder gefahren sind. Es dauert seine Zeit das aufzuräumen, aber immerhin habe ich den Weg in den Garten wieder gangbar gemacht, das Holz aufgestapelt und werde das dann nach und nach zu Brennholz verarbeiten. Erst einmal muss es aber etwas trocken, denn zu etwas anderem als Brennholz kann man Tuia eigentlich leider nicht verwenden. Es gibt also immer etwas zu tun wie ihr merkt.

 

Die Fenster fürs Schlafzimmer sind inzwischen auch bestellt (danke noch einmal für Eure Hilfe
dabei!) und werden im Oktober eingebaut. Rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit.
Ansonsten geht das Leben hier seinen sehr ruhigen Gang. Nachdem am 15. Juli die Grenzen wieder aufgemacht wurden, hatten wir unsere lieben Freunde aus Berlin für 14 Tage zu Besuch und Sandra war mit Hund da. Allerdings nur 1 Woche, was für eine echte Erholung natürlich viel zu kurz ist. Wir haben es sehr genossen wieder Besuch zu haben, aber es zeichnet sich ab, dass Norwegen die Grenzen zu Deutschland in den nächsten Tagen wieder schließt, dass hieße dann, dass man in eine 10 tägige Quarantäne muss, wenn man uns besuchen kommt. Die lässt sich hier aber gut aushalten.
Die Nachrichten, die wir aus Marburg in der letzten Zeit bekommen haben, haben uns doch ziemlich schockiert und da fällt es dann schwer, so weit weg zu sein und den lieben Menschen nicht helfend zur Seite stehen zu können. Aber wir sind mit den Gedanken bei den Familien, die das Schicksal so schwer getroffen hat und senden all unsere Kraft.
Wir melden uns, sobald wir die Ergebnisse von Annas MRT bekommen haben.

Liebe Grüße

Tim & Anna

3 Comments on “

  1. Kalispera ihr Lieben, immer wenn die Mail „…es gibt einen neuen Blogbeitrag“ kommt, bin ich ganz aufgeregt und muss sofort nachschauen. Gleichzeitig erschrecke ich und denke, huch ist schon wieder so viel Zeit vergangen?
    Ich wusste gar nicht, dass der Juli bei euch so kalt war, das hat mich echt überrascht. Kreta hat geschwitzt, Deutschland ist im August vor Hitze umgekommen, mit Kreta zusammen. Der euch sicherlich noch erinnerliche Wind hat Koutsounari und Ferma seit Anfang August im Würgegriff (mit ab und an mal 1 Tag Pause).

    Da habt ihr ja jetzt wirklich Leben in der Bude mit den bald zwei kleinen Rackern. Anna wird da auf Trab gehalten und die Zwei haben eure Herzen sicher jetzt schon voll und ganz eingenommen. herje sie sind so unglaublich süß. Dass die Blaubeere erstmal stinkig ist, kann ich mir sehr gut vorstellen. Ich bin schon gespannt, was passiert wenn dann Cookie noch dazu kommt.

    Liebe Anna, ich wünsche dir von Herzen, dass die Nebenwirkungen von der Bestrahlung nun täglich weniger werden und dich ganz ganz schnell verlassen. Und ich schicke ganz viele positive Gedanken und drücke fest die Daumen für ein positives MRT-Ergebnis im September.

    Fühlt euch Beide gedrückt!
    Nadine

  2. Was für ein … öh … pinseliger, wenig attraktiver Baum! 😀 Gut, dass ihr den los seid. Ich hoffe, wir haben alle noch einen schönen Restsommer/Frühherbst. Die letzten Tage waren wunderschön, immer ein wenig Wind um die Sonne – von dem Rekordregenguss am Freitag mal abgesehen 🙂
    Ich drück alle Daumen für das Ergebnis der Untersuchung!

  3. Viele liebe Grüße in den Norden! Es tut so gut, positive Neuigkeiten zu hören! Wie ihr richtig andeutet, ist hier in Marburg in den letzten Wochen einiges Tragisches zusammengekommen. Vielleicht wisst ihr noch nicht, dass auch der Mann von Christiane Walf (LAG) einen Tag nach ihrer Verabschiedung in den Ruhestand bei einem Unfall ums Leben kam. Ich hoffe sehr, dass es nun wieder strahlender und weniger turbulent wird. Die Schule hat vor einer Woche wieder begonnen, und wir hangeln uns unter Corona-Bedingungen von Tag zu Tag. Täglich ist eine erneute Schulschließung im Rahmen des Möglichen, genauso aber ein regulär ablaufendes Jahr. Klar, ich hoffe auf Letzteres.
    Eure Bilder berühren mich stets aufs Neue. Sie bringen immer so schöne Natureindrücke und Schaffensfreude ins Haus. Macht weiter so, viel Glück bei allem, und immer eine HAndbreit Wasser unterm Kiel! Dirk

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