Januar 5, 2019

Weihnachten auf Hof Eichwerder

Norwegisches Weihnachtsessen (Ribbe) in Marburg

Pizza Party Sylvester

Annas Motto:

Hausarbeit ist für die, die nicht stricken können.

Ein Bisschen Waldorf muss sein.

Danke Mäggy!

 

 

Gutes Neus Jahr 2019.

Wir wünschen Euch allen von ganzem Herzen ein gesundes, glückliches, fröhliches und unbeschwertes neues Jahr 2019.
Die Schule ist hier schon wieder in vollem Gang und wir sind unversehrt aus unserem ersten gemeinsamen Urlaub zurückgekehrt (seit wir nach Norwegen gezogen sind). Es war wunderschön, aber natürlich auch ein wenig anstrengend, auf jeden Fall war es gut, mal aus dem Trott herauszukommen und etwas anderes zu sehen, wobei wir uns nach dieser Woche schon wieder sehr auf unser zu Hause gefreut haben.
Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien haben wir hier richtig Schnee bekommen und so konnte mein Vater, der gemeinsam mit einer befreundeten Familie unser Haus gehütet und Katze und Hühner versorgt hat, weiße Weihnachten genießen. Ein wenig wehmütig waren wir schon, als wir im Schneetreiben am 22.12. morgens um 8:00 Uhr die Fähre nach Dänemark bestiegen haben. Da gibt es mal weiße Weihnachten und wir sind nicht da… Wir sind jedenfalls gut an die Ostsee zu Annas Mutter gekommen und haben dort ein wunderschönes Weihnachtsfest mit Annas Kindern und Geschwistern gefeiert. Schnee gab es zwar nicht, aber Weihnachten im Kreise einer „Großfamilie“ (Gunvor, ihre 5 Kinder und 7 Enkel, dazu noch Annas Tante und ich), das hat auch schon was, wobei das für mich schon fast zu viele Bonins waren... . Zwar waren nur einmal ganz kurz am 1. Weihnachtsfeiertag wirklich alle gleichzeitig beisammen, aber wir haben das sehr genossen. Am 2. Feiertag sind wir dann in aller Frühe nach Marburg zu meiner Mutter gefahren. Dort haben wir dann noch einmal, zusammen mit meinem Bruder und seiner Familie Weihnachten gefeiert (da waren wir dann „nur“ 8 Personen). Für Anna war die Fahrt nach Marburg nicht einfach. Es sind doch viele Erinnerungen und vor allem Ihr, die ganzen Freunde, mit diesem Ort verbunden und wie soll man denen allen gerecht werden, wenn man wieder einmal da ist? Zumal Anna immer noch nicht zu dem alten Selbstvertrauen zurückgefunden hat, um sich einfach so zu zeigen, wie sie jetzt ist. Zu schmerzhaft sind noch die entsetzten und verwunderten Blicke, die Anna immer wieder wahrnimmt, wenn alte Freunde sie nun zum ersten Mal wiedersehen. Es tut einfach weh und macht ihr bewusst, wie groß doch die äußerlichen Veränderungen sind, die der Krebs verursacht hat, selbst wenn sie im Innern die Gleiche geblieben ist. So haben wir es in Marburg ganz ruhig angehen lassen. Ich habe mein Auto zur Inspektion gebracht, weil das in Deutschland einfach deutlich billiger ist, und wir haben nur ein paar wenige Freunde ganz kurz an der Tür begrüßt. Für Anna war es außerdem auch wichtig, die nötigen Kräfte für die Rückfahrt zu sammeln, die wir dann am 29.12. angetreten haben. Die gut 920 km von Marburg nach Hirtshals verlangen einem dann doch schon einiges ab, und dass die Straßen so voll sind und so viele Deutsche das neue Jahr in Dänemark begrüßen wollen, damit haben wir dann doch nicht gerechnet. Wir waren aber pünktlich an der Fähre und dann, nachdem wir morgens um 6 Uhr gestartet sind, Nachts um 0:30 Uhr wieder zu Hause. Muffin hatte bei der ganzen Fahrt wohl den meisten Platz, denn da wir natürlich die Möglichkeit zum Einkaufen ausführlich genutzt haben, war das Auto sehr gut gefüllt und wir haben viele Leckereien mitgenommen, die hier einfach nicht zu bekommen, oder unglaublich teuer sind (eine Tafel Ritter Sport Schokolade kostet hier 4,90 € und es gibt nur Voll-Nuss…). Anna hat die ganze Fahrt sehr gut verkraftet und es war toll zu merken, dass solche Reisen inzwischen wieder möglich sind.

Am 30.12. sind dann noch Günther und Eckhard aus Berlin gekommen, und haben mit uns und meinem Vater zusammen, ruhig und gemütlich ins Neue Jahr gefeiert, dass hoffentlich etwas entspannter wird und Annas Gesundheit betreffend bitte nur gute Nachrichten mit sich bringt. Anna freut sich sehr auf 2019 und sieht voller Optimismus in die Zukunft. Die Kräfte kehren zurück und der Tatendrang steigt. Schließlich haben wir zu Silvester „Engelkarten“ gezogen, die einem ein Motto für das zukünftige Jahr geben sollen. Anna hat „Spiel“ gezogen. Interessant und herausfordernd, jedenfalls besser als meine Karte, auf der „Einfachheit“ stand. Aber auch ich habe es noch gut getroffen, denn einer am Tisch zog als Motto für 2019 „Gehorsam“ und war doch ziemlich entsetzt.

Die Tage werden nun wieder länger, auch wenn das jetzt am Anfang noch sehr langsam geht. Auf jeden Fall steht die Sonne im Vergleich zur Sommersonnenwende 11 Stunden und 50 Minuten kürzer am Himmel, aber das ändert sich ja nun (unten seht ihr einen Ausschnitt aus der Zeitung mit den Daten die bis zum 23.12. gehen. Ab dann dreht sich das Ganze wieder mit der Sonne).

Am 2. Januar ging dann die Schule mit einem Planungstag wieder los und am 3. Januar (Annas erstem Arbeitstag, sie arbeitet wieder in der Schulküche, hofft aber darauf, in Zukunft eine andere Aufgabe zu bekommen, bei der sie sitzen und mehr als 20% arbeiten kann) waren dann auch die Schüler wieder da. Wir beneiden doch sehr alle Hessen, die ja noch bis zum 13.1. Ferien haben. Aber bis zu den Winterferien bei uns sind es nur 6 Wochen.

Wir wünschen Euch alles Gute und lassen bald wieder von uns hören.

 

Tim & Anna

 

Gunvors Enkel:

 

5 Comments on “

  1. Den vielen guten Wünschen für euch schließe auch ich mich gerne an! Bleibt dran und kommt gut voran. Da ihr Marburg vor kurzem gesehen habt, wisst ihr ja schon, dass wir weder mit den Farben noch mit dem Schnee bei euch mithalten können. Hier ist es schön ruhig, zwischen norddeutscher Sturmflut und süddeutschem Schneechaos. Genieße gerade das Feuer in unserem gemütlichen Holzofen. Habt ein rundum gutes Jahr vor euch! Herzlichst, Dirk

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